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Darauf muss man beim Händewaschen achten

Händewaschen klingt so einfach, dass es verwundert darüber zu lesen. Weil aber deine Hände sehr häufig mit Keimen und Mikroorganismen in Kontakt kommen und diese immer übertragen werden, wenn Du etwas angreifst, ist das richtige Händewaschen sehr wichtig. Wenn Du niesen musst, wenn Du die Toilette benutzt, wenn Du Lebensmittel angreifst, mit einem Tier Kontakt hast oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt: Du hast ständig mit Keimen Kontakt. Über das Händeschütteln gibst Du diese Keime an andere Personen weiter. Durch Berührungen im Gesicht dringen die Keime in Deinen Körper durch die Schleimhäute der Nase und des Mundes ein. Mit dem richtigen Waschen der Hände werden diese Übertragungen unterbunden.

Du kannst die Übertragung gefährlicher Krankheiten verhindern

Damit möglichst wenige Keime übertragen werden, ist es wichtig, dass Du die Hände wäscht, wenn:

* Du nach Hause kommst
* nach jedem Toilettengang
* bei einer Erkältung mit Husten und Schnupfen
* nach jedem Kontakt mit Tieren
* bei Kontakt mit kranken Personen oder mit Wunden
* nach der Zubereitung von Speisen
* vor und nach jeder Mahlzeit
* wenn Du Medikamente in der Hand hattest

Durch das Waschen mit warmen Wasser und Seife wird die Anzahl der Keime an der Handoberfläche reduziert und Du kannst Dich und Deine Mitmenschen deutlich weniger anstecken. Die Keime, Viren und Bakterien sind für die Klassiker wie Grippe und Magen-Darm-Erkrankungen, aber auch die aktuelle Pandemie mit Covid-19 Viren zuständig. Eine geringe Anzahl an vorhandenen Keimen reduziert das Risiko mit diesen Krankheiten infiziert zu werden.

Richtiges Händewaschen dauert 20 Sekunden

Das Händewaschen erfolgt in vier Schritten. Zunächst werden die Hände mit warmen Wasser abgespült. Der Wärmegrad ist nicht für die Reduzierung der Keime verantwortlich. Du kannst also eine für Dich angenehme Temperatur wählen. Danach wird die Seife gründlich auf die Hände aufgetragen und sanft eingerieben. Du musst die Handinnen- und Handaußenseite, die Finger, die Fingerzwischenräume, die Fingerkuppen und die Fingernägel bearbeiten. Der Daumen wird ebenfalls berücksichtigt. Damit der sichtbare Schmutz und die unsichtbaren Keime abgewaschen werden, muss die Seife rund 20 Sekunden eingerieben werden. Diese Zeitspanne entspricht dem Lied „Happy Birthday“, wenn Du es doppelt singst. Danach werden die Hände wieder abgespült und gut abgetrocknet. Das Abtrocknen verhindert, dass sich die Keime an den warm-feuchten Händen wieder sehr schnell vermehren und gleichzeitig werden durch das Reiben beim Abtrocknen ebenfalls Keime entfernt.

In einer öffentlichen Toilette solltest Du Einweghandtücher verwenden, mit denen Du auch den Wasserhahn schließt und die Türe öffnest. Erst danach wirf das Einweghandtuch fort. So gelangen die Keime, die an der Oberfläche des Wasserhahns und an der Türklinke sind nicht an Deine Hände. Wenn Du statt einem herkömmlichen Stück Seife Flüssigseife verwendest, ist dies hygienischer. Weil viele Keime mit einer schützenden Fettschicht umgeben sind, ist die Verwendung von Seife sinnvoll. Steht Dir jedoch keine Seife zur Verfügung, dann reduziert der Wasserstrahl in Verbindung mit einem Reiben der Hände ebenfalls eine beträchtliche Anzahl an Erregern. Eine nicht vorhandene Seife darf nicht als Ausrede für das Vermeiden des Händewaschens verwendet werden.

Du musst Deine Hände nicht zusätzlich strapazieren

Wenn Du Deine Hände falsch wäscht, dass wird die Wirkung des Händewaschens verringert. Eine zu kurze Waschdauer nimmt Dir nur eine geringe Erregerzahl von der Haut, zu intensives Waschen kann der Haut schaden. Eine hohe Wassertemperatur und aggressive Waschsubstanzen setzen dem Säuremantel der Haut zu. Desinfektionsmittel, die häufig verwendet werden, greifen ebenfalls den Säuremantel der Haut an. Die natürlichen Hautfette werden ausgewaschen und die oberste Hautschicht, die Hornhaut, wird weniger widerstandfähig. Trockene, rissige Hände und Hautrötungen sind die Folge. Keime können jedoch durch die offenen Hautstellen noch schneller in den Organismus eindringen. Statt aggressive Reinigungsmittel und häufige Desinfektionsmittel solltest Du daher zu einer milden, pH-neutralen Seife greifen und Deine Hände mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme behandeln. Gerne kannst Du auch eine rückfettende Hautpflege nach jede Händewaschen nutzen. Desinfektionsmitteln und Seifen mit einem antibakteriellen Zusätzen sollten nur im pflegerischen Alltag, bei hochansteckenden Krankheiten oder von Risikopersonen mit deutlich reduziertem Immunsystem verwendet werden. 

Regelmäßige Händewaschen, eine große Portion Seife und eine Handwaschdauer von mindestens 20 Sekunden reduziert die Ansteckung mit Keimen, Bakterien und Viren deutlich. Aggressive Substanzen oder Desinfektionsmitteln sind für die Handgesundheit von gesunden Menschen nicht erforderlich. Sollten Deine Hände durch das oftmalige Waschen trocken und rissig werden, kannst Du eine feuchtigkeitsspendende Hautcreme benutzen.

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